5. Warum kann die Einnahme von Vitamin D und Vitamin A in der Schwangerschaft (oder überhaupt) gefährlich sein?

by Heiko Stuckmann / Pixelino

Warum kann die Einnahme von Vitamin D und Vitamin A in der Schwangerschaft (oder überhaupt) gefährlich sein? Ich habe gehört, dass ein ausreichender »Vitamin-D-Status« der schwangeren Frau auch die Knochenstabilität des Kindes noch jahrelang günstig beeinflusst. Wenn man nun aber mit Milch- und Käseprodukten wegen der Listeriosegefahr eher vorsichtig sein soll (oder sehe ich das falsch?),  muss  man doch auf eine gute Kalzium-Vitamin- D-Bilanz achten, oder nicht? Und woher bekomme ich schließlich genug Kalzium her? Auch dieses »ersetzen«?

Milch und Käse kann ruhig gegessen werden, aber nicht unbehandelt. Unbehandelte, sogenannte Rohmilch gibt es in Deutschland nur schwer zu kaufen, anders sieht es mit Rohkäse aus. Diesen bitte meiden, aber Käse aus behandelter – pasteurisierter, homogenisierter, erhitzter – Milch können Sie bedenkenlos verzehren. Eine schwangere Frau benötigt 1200 mg Calzium pro Tag, um eine Knochenerweichung (Osteoporose) zu verhindern. In 500 ml Milch sind bereits 600 mg Calzium enthalten. Vitamin A kann in hoher Dosierung zu Fehlbildungen des Kindes
führen, anders sieht es mit dem Vitamin- A-Komplex in Karotten aus. Es handelt sich um Beta-Carotin und dieses ist ungefährlich. Der Vitamin D-Bedarf liegt unabhängig von der Schwangerschaft bei 5 μg/Tag. Der ist jedoch bei einer ausgewogenen, gesunden Ernährung abgedeckt.
Eine zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffzufuhr ist nicht notwendig.

Das könnte Dich auch interessieren...